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Birkensee bei Nacht von Yannick Wende 

 

Der Birkensee ist ein Naherholungsgebiet und gehört zur Stadt Röthenbach. Es besteht aus dem Großen Birkensee und dem Kleinen Birkensee.[1] Beide Gewässer werden gespeist durch das Grundwasser des Röthenbachs, der in der Stadt Röthenbach in die Pegnitz mündet. Das Areal befindet sich im Lorenzer Reichswald nahe dem Autobahnkreuz Nürnberg und ist ein Bestandteil der Sandachse Franken.[2]

 

Der Große Birkensee hat eine Tiefe von bis zu über 20 Metern nahe dem steiler ansteigenden Ostufer mit seiner vorgelagerten Sanddüne. Der zur Autobahn hin gelegene Teil ist als geschützter Landschaftsbestandteil ausgewiesen und fällt flach ab.

Der See ist für diverse Freizeitaktivitäten freigegeben. Im Sommer ist er ein beliebter Badesee und wird auch für FKK genutzt. Als Badestrand dienen vor allem die Sanddüne am Nordostufer, eine Wiese am Südufer und das Ufer am nördlich gelegenen Wanderweg (Markierung, Roter Ring).[3] Hier befindet sich an den Wochenenden ein bewirtschafteter mobiler Kiosk sowie ein Müllcontainer. Trotz der Anwesenheit der Wasserwacht kam es schon zu tödlichen Badeunfällen.[4]

Ende August 2015 wurde bei einer Wasseranalyse eine erhöhte Konzentration von möglicherweise krebserregenden perfluorierten Tensiden (PFT) festgestellt. Daraufhin erließ das zuständige Landratsamt ein vorläufiges Badeverbot und empfahl, auf den Verzehr von im See geangelten Fischen zu verzichten. Eine weitere im November 2015 durchgeführte Analyse ergab, dass der Schlamm des Seegrundes hochgradig belastet ist. Während noch im April 2016 Untersuchungen angestellt wurden, bei denen u. a. auch Bohrungen zum Grundwasser erfolgten[5], so wurde das Badeverbot im Juni 2016 zwar offiziell aufgehoben, eine Warnung seitens der Behörde bleibt aber bestehen.[6] Der Verursacher der erhöhten PFT-Konzentration im See ist ungeklärt. Die Konzentration verstößt dabei aber nicht gegen Grenzwerte.[7]

Im Winter werden der See gerne zum Eislaufen und die Sanddünen zum Rodeln genutzt.

Biberspuren

 

Verbissspuren an Bäumen (2015) weisen darauf hin, dass sich Biber angesiedelt haben.